Walt Disney, geboren als Walter Elias Disney am 5. Dezember 1901 in Chicago, Illinois, war ein US-amerikanischer Filmproduzent, Regisseur, Drehbuchautor, Synchronsprecher und Unternehmer. Er gilt weithin als Pionier der amerikanischen Animationsindustrie und Gründer von Disneyland und Walt Disney World. Seine innovativen Beiträge zur Unterhaltung haben die globale Kultur nachhaltig geprägt
Wichtige Details
| Vollständiger Name | Walter Elias Disney |
| Geburtsdatum | 5. Dezember 1901 |
| Geburtsort | Chicago, Illinois, USA |
| Nationalität | Amerikanisch |
| Bildung | Kansas City Art Institute, Chicago Academy of Fine Arts |
| Berufseinstieg | Animator, Cartoonist |
| Bekannte Werke | Mickey Mouse, Schneewittchen und die sieben Zwerge, Disneyland |
| Beziehungsstatus | Verheiratet mit Lillian Bounds (1925–1966) |
| Kinder | Diane Marie Disney, Sharon Mae Disney (adoptiert) |
| Nettovermögen | Zum Zeitpunkt seines Todes auf 1 Milliarde US-Dollar geschätzt (inflationsbereinigt) |
Frühes Leben und familiärer Hintergrund
Walt Disney war der vierte Sohn von Elias Disney, einem in Kanada geborenen Zimmermann, und Flora Call Disney, die deutsch-englischer Abstammung war. Die Familie zog auf eine Farm in Marceline, Missouri, als Walt vier Jahre alt war. Dort entwickelte er früh ein Interesse am Zeichnen und skizzierte oft die Tiere auf dem Hof. Die kleinstädtische Atmosphäre von Marceline beeinflusste die Gestaltung der Main Street, USA, in Disneyland.
1911 zog die Familie nach Kansas City, wo Walt die Benton Grammar School besuchte. Er begann Kunstkurse am Kansas City Art Institute and School of Design zu belegen und vertiefte so seine Leidenschaft für das Zeichnen. Während dieser Zeit arbeitete er als Zeitungsjunge – eine Erfahrung, die ihn später zur Erschaffung von Mickey Mouse inspirieren sollte.
Berufsbeginn und wichtige Meilensteine
Nach seinem Einsatz als Sanitätsfahrer beim Amerikanischen Roten Kreuz im Ersten Weltkrieg kehrte Disney nach Kansas City zurück und arbeitete als Grafiker. 1922 gründete er Laugh-O-Gram Films, ein Animationsstudio, das Kurzfilme produzierte. Trotz anfänglichen Erfolgs ging das Studio 1923 bankrott. Unbeirrt zog Disney nach Hollywood und gründete dort zusammen mit seinem Bruder Roy die Disney Brothers Studios.
1928 präsentierte Disney Mickey Mouse im animierten Kurzfilm „Steamboat Willie“, dem ersten Zeichentrickfilm mit synchronisiertem Ton. Diese Innovation revolutionierte den Animationsfilm und machte Mickey Mouse zu einer Kultfigur. Der Erfolg von Mickey Mouse führte zur Entstehung weiterer beliebter Charaktere wie Donald Duck und Goofy.
Bemerkenswerte Werke und Leistungen
Disneys erster abendfüllender Zeichentrickfilm, „Schneewittchen und die sieben Zwerge“, feierte 1937 Premiere. Trotz anfänglicher Skepsis hinsichtlich des Erfolgs des Projekts wurde der Film ein Riesenerfolg und spielte weltweit über 8 Millionen Dollar ein. Dieser Erfolg ebnete den Weg für weitere Zeichentrickklassiker wie „Pinocchio“, „Fantasia“, „Bambi“ und „Cinderella“.
1955 eröffnete Disney Disneyland in Anaheim, Kalifornien, den ersten Themenpark seiner Art. Der Erfolg des Parks führte zur Gründung von Walt Disney World in Florida, das 1971 eröffnet wurde, und weiterer internationaler Parks. Disneys innovativer Ansatz in Sachen Unterhaltung und Geschichtenerzählen brachte ihm zahlreiche Auszeichnungen ein, darunter 22 Oscars, die meisten, die je von einer Einzelperson gewonnen wurden
Privatleben und Beziehungen
1925 heiratete Disney Lillian Bounds, die er kennengelernt hatte, als sie als Tuschezeichnerin im Disney-Studio arbeitete. Sie hatten zwei Töchter: Diane Marie Disney und Sharon Mae Disney, die sie adoptierten. Lillian spielte eine bedeutende Rolle in Disneys Leben und Karriere und schlug sogar den Namen „Mickey Mouse“ anstelle des ursprünglichen Namens „Mortimer Mouse“ vor.
Vermögen und Lebensstil
Zum Zeitpunkt seines Todes im Jahr 1966 wurde Disneys Vermögen inflationsbereinigt auf 1 Milliarde US-Dollar geschätzt. Sein Reichtum stammte hauptsächlich aus seiner Beteiligung am Disney-Konzern, zu dem Filmstudios, Fernsehsender und Freizeitparks gehörten. Disney war bekannt für seinen visionären Ansatz im Unterhaltungsbereich und seine Fähigkeit, immersive Erlebnisse für sein Publikum zu schaffen.
Interessante Fakten und Wissenswertes
- Disney wurde mit 22 Oscars ausgezeichnet, so vielen wie nie zuvor ein Einzelner.
- Er war ein Pionier in der Verwendung von synchronisiertem Ton in Animationsfilmen; „Steamboat Willie“ war der erste Zeichentrickfilm, der synchronisierten Ton enthielt.
- Disneyland war der erste Themenpark seiner Art und wurde 1955 in Anaheim, Kalifornien, eröffnet.
Wohltätige Arbeit und Vermächtnis
Michael Disney engagierte sich zeitlebens in verschiedenen wohltätigen Projekten, unter anderem unterstützte er das California Institute of the Arts, das er mitbegründete. Sein Vermächtnis lebt im Disney-Konzern fort, der nach wie vor eine führende Rolle in der Unterhaltungs- und Medienbranche einnimmt. Disneys innovativer Ansatz im Storytelling und in der Unterhaltung hat Generationen geprägt und beeinflusst die Branche bis heute.
Mehr lesen: David Lynch – Leben, Filme, Stil und Einfluss des surrealen Meisterregisseurs
Zukunftspläne und Auswirkungen auf die Kultur
Disneys Einfluss auf die Kultur ist tiefgreifend, da seine Kreationen zu integralen Bestandteilen der globalen Unterhaltung geworden sind. Das Disney-Unternehmen expandiert weiter und entwickelt neue Filme, Fernsehsendungen und Themenparks. Disneys Engagement für das Geschichtenerzählen und die Innovation stellt sicher, dass sein Einfluss auf die Kultur auch für kommende Generationen bestehen bleibt

